
© Martin Schmüdderich
Ehemalige Zentralmaschinenhalle
Die Zentralmaschinenhalle wurde in zwei Bauabschnitten 1909 und 1910 errichtet und ist mit einer Brutto-Grundfläche von 9.900 qm das größte Gebäude auf dem ehemaligen Zechengelände. Seitlich schließen die beiden etwas niedrigeren, leicht zurückgesetzten Fördermaschinenhäuser der Schächte 1 und 2 an, so dass sich ein T-förmiger Grundriss ergibt. Die Fördermaschinenhäuser, in welchen einst je zwei Dampffördermaschinen standen, entstanden 1909 (Schacht 1) und 1910/13 (Schacht 2). Kennzeichnend für die Zentralmaschinenhalle ist das dominante Maschinengeschoss. Ursprünglich erfolgte die Haupterschließung der Zentralmaschinenhalle über einen repräsentativen, zweiarmigen Treppenaufgang auf der nördlichen Giebelseite. Leider ist dieser Aufgang nicht erhalten. Heute wird der Gebäudekomplex über eine ebenfalls bauzeitlich gerade, einläufige Treppe auf der Rückseite des Fördermaschinenhauses zu Schacht 2 erschlossen. Ihre Stufen sind mit roten Fliesen belegt. Dieser Zugang verfügt im Innern noch über die originalen Bodenfliesen (rote Achtecke mit kleinen, quadratischen, cremefarbenen Passstücken) und das bauzeitliche Treppengeländer.
Von besonderer Gestaltung ist die zur Zechenstraße ausgerichtete Südseite dieses Gebäudekomplexes. Vermutlich mit dem Austausch der ursprünglichen Dampffördermaschinen gegen Elektromaschinen verlegte man die Auslassöffnungen für die Förderseile um ein Feld. Im Fördermaschinenhaus zu Schacht 2 ist eine dieser Fördermaschinen erhalten. Es handelt sich um die westliche Maschine, eine Elektrofördermaschine der Eisenhütte Prinz Rudolf, Dülmen (Motor Siemens-Schuckert), Baujahr 1961. Darüber hinaus ist die einst beeindruckende maschinelle Ausstattung der Zentralmaschinenhalle durch den späteren Umbau zu Lehrwerkstätten verloren gegangen.







