
Kesselhaus 1
Ehemalige Schlosserei und Wagenschmiede
Östlich der ehemaligen Zentralmaschinenhalle entstanden zwischen der Zechenstraße und der Egonstraße drei Kesselhäuser für die Dampferzeugung. Alle drei Kesselhäuser sind einheitlich gestaltet, weisen eine durchgehende Hallenstruktur auf und unterscheiden sich von den übrigen Gebäuden in Detail und Größe. Zu den drei Kesselhäusern gehörten einst vier hohe Schornsteine, die abgebrochen wurden.
Das Kesselhaus 1 wurde abweichend von den beiden anderen auf der Ostseite zur Hälfte durch eine Eisenfachwerkkonstruktion geschlossen und besitzt auf dieser Seite einen kleinen giebelständigen Vorbau zur Erschließung des Gebäudes. Das Kesselhaus 1 wurde in zwei Bauabschnitten 1909 und 1911 zur Unterbringung von jeweils acht Dampfkesseln errichtet und später als Schlosserei und Wagenschmiede genutzt.
Für die Beschickung dieser neuen Kesselanlage mit Kohlen errichtete man 1919/20 vom südlich der Zechenstraße gelegenen Kohlenlagerplatz aus, längs der Ostseite von Kesselhaus 1, eine aufgeständerte Transportbrücke, die in eine schmale Bunkeranlage zwischen den Kesselhäusern 2 und 3 mündete. Von dort wurden diese beiden Kesselhäuser mit Kohlen beschickt. Von der Anlage ist der Bunker, eine überdachte Betonkonstruktion, erhalten. Die Beschickungsöffnungen im Innern der beiden Kesselhäuser sind heute vermauert. Die Kessel selbst sind nicht erhalten.





