
Kesselhaus 2
Ehemalige Fahrradhalle und Schreinerei
Östlich der ehemaligen Zentralmaschinenhalle entstanden zwischen der Zechenstraße und der Egonstraße drei Kesselhäuser für die Dampferzeugung. Alle drei Kesselhäuser sind einheitlich gestaltet, weisen eine durchgehende Hallenstruktur auf und unterscheiden sich von den übrigen Gebäuden in Detail und Größe. Zu den drei Kesselhäusern gehörten einst vier hohe Schornsteine, die abgebrochen wurden.
Nördlich von Kesselhaus 1 wurde in einer Achse und giebelständig zur Egonstraße 1912 das Kesselhaus 2 für acht Abhitzekessel und vier Gaskessel errichtet. Seit etwa 1970 wurde das Gebäude hälftig als Fahrradhalle zur Unterstellung der Diensträder der Bergleute umgebaut sowie als Werkhalle/Schreinerei umfunktioniert.
Für die Beschickung dieser neuen Kesselanlage mit Kohlen errichtete man 1919/20 vom südlich der Zechenstraße gelegenen Kohlenlagerplatz aus, längs der Ostseite von Kesselhaus 1, eine aufgeständerte Transportbrücke, die in eine schmale Bunkeranlage zwischen den Kesselhäusern 2 und 3 mündete. Von dort wurden diese beiden Kesselhäuser mit Kohlen beschickt. Von der Anlage ist der Bunker, eine überdachte Betonkonstruktion, erhalten. Die Beschickungsöffnungen im Innern der beiden Kesselhäuser sind heute vermauert. Die Kessel selbst sind nicht erhalten.

