
© Martin Schmüdderich
Lohn- und Lichthalle
Die ehemalige Lohn- und Lichthalle beherbergt ein großzügiges Atrium, umschlossen von Büros. Sie war für die Bergarbeiter der Dreh- und Angelpunkt der Zeche. Der Lohn wurde in einer besonderen Atmosphäre unter der gläsernen Dachpyramide der Lichthalle an den Schaltern ausgegeben. In den letzten Jahren des Zechenbetriebes hatten dort die Steiger für ihr Revier ihren Arbeitsplatz erhalten.
Das zweigeschossige Gebäude wurde 1909 errichtet und besteht aus einem Kopfbau, der die Verwaltung und Lohnhalle beherbergt, sowie aus der nördlich angrenzenden, langgestreckten Waschkaue. Besondere, aus der Bauzeit stammende Ausstattungsmerkmale der Lohnhalle sind die hellgelben und roten, geometrisch verlegten Fußbodenfliesen, die hellgelben Wandfliesen, das Stabgeländer der Galerie und einige aus der Bauzeit stammende Bürotüren. Im Obergeschoss des Verwaltungsgebäudes befindet sich zusätzlich die Lampenstube. Von dort gelangte man auf der Südseite des Gebäudes über einen turmartigen, aufgeständerten Baukörper zum Mannschaftsgang, der zu Schacht 2 führte. In der Lampenstube befindet sich noch ein kleiner, älterer Einbauschrank aus Metall mit einzelnen, verschließbaren Fächern, in denen zuletzt das Reservegeleucht aufbewahrt wurde. In der Lampenstube war später auch die Markenkontrolle untergebracht. Im Bereich des Turmes befindet sich zudem ein Nebeneingang, über den man auf kurzem Weg über eine Treppe in die Lohnhalle gelangt. Der Treppenaufgang ist mit originalen Wandfliesen ausgestattet: im unteren Bereich in Rot, im oberen Cremefarben mit jugendstilhaftem, geometrischem Dekor und einzelnen plastisch geformten Wandkacheln in Blauschwarz mit unterschiedlichem Dekor.







