Waschkaue

Das Herz der ehemaligen Zeche befindet sich im Gebäude der ehemaligen Waschkaue. Die riesige Umkleidehalle ist in die Weiß- und Schwarzkaue aufgeteilt. In der Weißkaue zieht der Bergmann seine Straßenkleidung aus und hängt diese und Habseligkeiten in seinen Korb, der zur Decke gezogen wird. Anschließend wird in der Schwarzkaue die Bergmannskleidung ebenfalls vom Haken geholt und angezogen. Der Rückweg vom Arbeitsplatz erfolgte in umgekehrter Reihenfolge, allerdings mit Umweg über den seitlich angegliederten Duschtrakt. Darunter sind im Untergeschoss weitere Bade- und Kleiderräume für die Werksbeamten untergebracht. Von der Waschkaue aus erreichte man über die Lampenstube und den anschließenden Mannschaftsgang den Schacht.

Die mit Lohn- und Lichthalle verbundene Kaue wurde 1909 errichtet und 1911 in nördlicher Richtung erweitert. Beide verbindet ein schmaler Zwischentrakt in dessen Erdgeschoss alte Fußbodenfliesen in Grau und Rot sowie die Treppen mit einfachen Eisengeländern erhalten sind. Vor Kopf der Waschkaue war einst in einer Kartusche das Emblem Schlägel & Eisen, die Jahreszahl 1911 und darüber die preußische Krone zu sehen.