
© Martin Schmüdderich
Östliches Torhaus
Ehemaliges Pförtnerhaus mit Feuerwache sowie anschließendem Auto- und Wagenschuppen
Die Hauptzufahrt wird von zwei Torhäusern flankiert, die in Größe und Gestalt Bezug nehmen auf die Wohnhäuser der gegenüberliegenden Bergbeamtensiedlung „Marler Straße“. An beide eingeschossige Backsteingebäude schließen seitlich etwas niedrigere Anbauten an.
Das östliche Torhaus wurde zwischen 1915 und 1919 errichtet und 1921 seitlich um einen Auto- und Wagenschuppen erweitert. Hier wurden auch auf der Zeche Verstorbene aufgebahrt. Die Fassaden sind abweichend vom westlichen Torhaus durch Lisenen gegliedert. Zwei große, zur Einfahrt gelegene Toröffnungen sind heute vermauert. Die historisch ersten Nutzungen des Gebäudes waren vielfältige soziale Einrichtungen für die Belegschaft wie beispielsweise Heildiener und Wohnungsvermittlungen. Danach wurde es als Heimat der Feuerwache genutzt. Zuletzt hatte der Betriebsrat bis zur Schließung des Bergwerks dort seinen Sitz. Für die heutigen Nutzungen wurden die Torhäuser im Jahr 2018 denkmalgerecht und energetisch saniert.



